Dateiformate und Export
Wähle das Dateiformat entsprechend dem Kanal und dem Inhalt aus. PNG eignet sich ideal für Webgrafiken mit vielen flächigen Farben, scharfen Konturen und Transparenz. JPG ist geeignet für fotografische Hintergründe oder wenn du die Dateigröße besonders reduzieren möchtest, achte jedoch auf Kompressionsartefakte im Bereich von Text. SVG eignet sich perfekt für die Webveröffentlichung von Vektorillustrationen und Symbolen, sofern Ihre Plattform dies sicher unterstützt. PDF ist der Standard für den Druck und für die Bereitstellung einer herunterladbaren Version Ihrer Infografik. Behalten Sie Text und Vektoren im PDF als Vektorgrafiken bei und stellen Sie die Bildkomprimierung auf hohe Qualität mit einer Mindestauflösung von 300 dpi für eingebettete Bilder ein. Exportieren Sie für das Web mit 1x oder 2x Breite, überprüfen Sie die Schärfe kleiner Schriftgrößen und optimieren Sie die Dateigröße mit einem zuverlässigen Kompressionsprogramm. Möchten Sie mehr über den Export und Begriffe wie „Rendering“ erfahren? Testen Sie verschiedene Einstellungen und bewerten Sie das Verhältnis zwischen Schärfe und Dateigröße pro Kanal.
Veröffentlichung von Infografiken in sozialen Medien
In den sozialen Medien sind lange Infografiken selten ideal, da die Plattformen sie zuschneiden und die Lesbarkeit dadurch beeinträchtigt wird. Unterteile deine Geschichte in ein Karussell mit einzelnen Feldern, die jeweils eine kompakte Botschaft vermitteln. Auf Instagram und LinkedIn eignet sich das Seitenverhältnis 4:5 oder ein quadratisches Format gut, zum Beispiel 1080 × 1350 oder 1080 × 1080 Pixel pro Feld. Auf Pinterest erzielen Seitenverhältnisse um 2:3 gute Ergebnisse, zum Beispiel 1000 x 1500 Pixel. Wenn du einen Link zu einer Landingpage mit der vollständigen Infografik teilst, verwende den 1,91:1-Teaser, zum Beispiel 1200 x 628 Pixel. Platzieren Sie Kernbotschaften großzügig innerhalb sicherer Ränder, damit automatische Ausschnitte oder UI-Overlays nichts Entscheidendes verdecken. Fügen Sie nach Möglichkeit Alt-Texte hinzu und testen Sie Ihre Grafiken sowohl auf iOS als auch auf Android, um Farb- und Bildschirmanomalien zu erkennen.
Lesbarkeit und Barrierefreiheit
Eine gute Infografik lässt sich auf einen Blick erfassen und bleibt auch auf kleinen Bildschirmen gut lesbar. Wähle eine klare Hierarchie mit kurzen Überschriften, Unterüberschriften und kompakten Textblöcken. Für das Web sind Schriftgrößen von 16 bis 20 Pixel für Fließtext und größere Schriftgrößen für Überschriften empfehlenswert; für den Druck solltest du mindestens 8 bis 10 Punkt für kurze Beschriftungen und größere Schriftgrößen für Fließtext wählen. Verwenden Sie ausreichenden Farbkontrast und vermeiden Sie Informationen, die ausschließlich auf Farben basieren. Versehen Sie Grafiken mit eindeutigen Beschriftungen und Einheiten und beschränken Sie die Anzahl der Farbfamilien, um das Design ruhig zu gestalten. Fügen Sie Webbildern Alt-Texte hinzu und bieten Sie einen PDF-Download mit auswählbarem Text für Nutzer an, die suchen oder kopieren möchten. Prüfen Sie den Leseabstand bei Postern und passen Sie die Schriftgrößen entsprechend an.
Workflow und Tools
Entwirf vorzugsweise in einem Vektorprogramm, damit du ohne Qualitätsverlust für Web und Print skalieren kannst. Adobe Illustrator, Affinity Designer und Figma bieten hervorragende Kontrolle über Vektoren, Typografie und den Export. Arbeite mit Komponenten und Stilen, um eine einheitliche Ikonografie und Farbgebung zu gewährleisten. Beginne mit einer Basis-Arbeitsfläche, die zu deinem primären Kanal passt, zum Beispiel 1000 x 4000 Pixel für das Web oder ein A4-Dokument für den Druck, und halte dein Raster und deine Ränder straff. Wenn du auch Social-Media-Karussells erstellen möchtest, plane deine Inhalte modular, damit du Ausschnitte einfach im Format 4:5 oder quadratisch exportieren kannst. Erstelle beim Export separate Varianten für Web und Print mit dem richtigen Farbmodus und der richtigen Komprimierung. Überprüfe jede Version visuell auf einem echten Gerät oder einem Proof, da sich kleine Schriftformen und dünne Linien auf dem Bildschirm und auf Papier unterschiedlich verhalten.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Ein häufiger Fehler ist das Entwerfen in Rasterform auf einer zu kleinen Arbeitsfläche, was beim Vergrößern zu Unschärfe führt. Arbeite daher mit Vektorgrafiken oder in ausreichend hoher Auflösung. Zu kleine Schriftgrößen für Mobilgeräte sind ein weiteres Problem; teste kritische Beschriftungen bei einer Breite von 320 Pixeln. Das Ignorieren von Sicherheitsrändern führt zu abgeschnittenen Daten bei Social-Media-Ausschnitten oder nach dem Zuschneiden beim Druck; halte daher Puffer ein. Auch Farbverschiebungen zwischen RGB und CMYK überraschen viele Gestalter; erstelle frühzeitig einen CMYK-Proof für alle Druckversionen. Schließlich werden Dateien oft zu groß bereitgestellt, was die Ladezeiten beeinträchtigt; wende intelligente Komprimierung an und liefere Webbilder in modernen Formaten, wenn deine Plattform dies unterstützt.