Wie erstellt man eine Infografik?

Eine aussagekräftige Infografik macht komplexe Informationen auf einen Blick verständlich. Das Wichtigste: Wähle ein klares Ziel, strukturiere deine Daten, verwandle sie in eine klare Geschichte und visualisiere sie mit einem einheitlichen Stil und einer klaren Hierarchie. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du eine gute Infografik erstellst, welche Tools du dafür verwendest (auch wie du eine Infografik in Word erstellst), wo dir KI hilft und wann es klüger ist, die Arbeit auszulagern. Ist das Thema neu für dich? Lies zuerst, was eine Infografik ist.

15. März 2026

Lerne Schritt für Schritt, wie du eine gute Infografik erstellst. Ziel, Daten, Design, Tools und Beispiele. Inklusive Tipps für Word und AI. Animation Agency dich individuell.

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Ziel, Zielgruppe und Kernbotschaft klar definieren

Ohne Ziel keine Ergebnisse. Lege zunächst fest, was du erreichen willst und für wen:

  • Ziel: informieren, überzeugen, schulen, berichten oder aktivieren. Verknüpfen Sie dies mit einem Messwert, wie z. B. Klicks, Anmeldungen oder interner Akzeptanz.
  • Zielgruppe: Wissensstand, Fachjargon, verfügbare Zeit und Gerätetyp. Ein Fachmann kann mehr Details verkraften als eine breite Geschäftskundschaft.
  • Kernaussage: Ein Satz, der die Kernbotschaft auf den Punkt bringt. Beispiel: „Mit Prozess X sparen wir 28 Prozent Zeit pro Auftrag.“

Lass dich bei deinen Entscheidungen von deinem Ziel leiten: weniger Elemente, mehr Fokus auf das, was belegt oder erklärt, worauf es ankommt. Alles, was den Kern nicht unterstreicht, lässt du weg. Schau dir auch Infografik-Anwendungen an, um zu entscheiden, welche Form zu deinem Ziel passt.

Wählen Sie die richtige Art von Infografik und das richtige Format

Die Form sollte die Geschichte unterstreichen. Häufig verwendete Schriftarten:

  • Prozess: Schritt-für-Schritt-Anleitung oder Arbeitsablauf, ideal für die Einarbeitung und Standardarbeitsanweisungen.
  • Vergleich: A vs. B oder Vorher-Nachher – hilfreich bei der Entscheidungsfindung.
  • Zeitplan: Chronologie, Fahrplan, Forschungsprozess.
  • Hierarchie: Organigramm, Pyramide, Prioritäten.
  • Datengestützt: Prozentsätze, KPIs, Benchmarks mit Grafiken.
  • Kartenbasiert: Regionen, Abdeckung, Logistik.

Möchtest du Informationen auf anschauliche Weise vermitteln? Dann ziehe eine Infografik-Animation in Betracht.

Wählen Sie anschließend das Format entsprechend dem Kanal und dem Gerät aus. Die folgenden Richtlinien haben sich in der Praxis bewährt:

  • Website/Blog-Anzeige: 1200 x 2400 — Auf Desktop- und Mobilgeräten gut lesbar
  • LinkedIn-Feed: 1200 x 1350 – Vertikale Ausrichtung im Feed bevorzugt
  • Instagram-Feed: 1080 x 1350 – Maximale Bildschirmausfüllung
  • Stories/Reels: 1080 x 1920 – Vollbild auf Mobilgeräten
  • A4-Druck: 2480 x 3508 – 300 dpi für einen scharfen Druck

Von Daten zur Geschichte: Sammeln, Filtern und Strukturieren

Breit beginnen, präzise enden:

  1. Sammeln Sie: Zahlen, Definitionen, Zitate, Quellen, Bildmaterial. Notieren Sie für jeden Datenpunkt die Quelle und das Datum.
  2. Cluster: Gruppiere die Informationen nach Thema oder Frage. Verwende 3 bis 5 Hauptblöcke, um für Übersichtlichkeit zu sorgen.
  3. Setzen Sie Prioritäten: Was untermauert Ihre Kernbotschaft am stärksten? Räumen Sie diesen Daten visuell den größten Stellenwert ein.
  4. Handlungsbogen: Problem – Erkenntnis – Lösung – Wirkung. Das fesselt den Leser.

Möchtest du deine Geschichte noch wirkungsvoller gestalten? Tauche ein in das visuelle Storytelling mit Animationen.

Erstelle grobe Skizzen mit Kästchen und Pfeilen. Füge zunächst Titel, Untertitel und die wichtigsten Zahlen ein, danach die ergänzenden Details. So verhinderst du, dass gestalterische Entscheidungen den Inhalt in den Hintergrund drängen. Ein klares Briefing für deine Infografik hilft dabei, Umfang, Ziel und Ergebnisse genau zu definieren.

Gestaltungsprinzipien, die den Unterschied ausmachen

  • Visuelle Hierarchie: 1 Hauptüberschrift, 2 bis 3 Unterüberschriften, einheitliche Schriftgrößen. Die Hauptzahlen sollten 20 bis 40 Prozent größer dargestellt werden als der Begleittext.
  • Farbe: maximal 1 Primärfarbe, 1 Sekundärfarbe und 1 Akzentfarbe. Setze Kontraste für bessere Lesbarkeit ein und verwende einheitliche Farben für die verschiedenen Kategorien.
  • Typografie: Zwei Schriftarten reichen aus. Kombinieren Sie eine Display-Schriftart für Überschriften mit einer gut lesbaren Schriftart für den Fließtext.
  • Raum: großzügige Ränder und Leerraum um die Blöcke herum. Lieber etwas kürzer als zu eng.
  • Symbole und Illustrationen: einheitlicher Stil und einheitliche Strichstärke. Beschrifte Symbole kurz und prägnant. Bei Animationen ist es hilfreich, den Stil im Voraus festzulegen, zum Beispiel Infografik-Animation oder Charakteranimation.
  • Datenvisualisierung: Wählen Sie Diagramme, die zur Darstellung passen:
    • Stab: Kategoriegleichungen
    • Linie: Trend im Zeitverlauf
    • Kuchen: Aufteilung in maximal 5 Segmente
    • Aufzählungspunkt/Fortschritt: Ziel vs. Ist-Zustand
    • Karte: geografische Unterschiede

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Fernprüfung: Kannst du den Titel und die beiden Hauptzahlen innerhalb von 3 Sekunden lesen? Falls nicht, kürze den Text oder erhöhe den Kontrast und den Weißraum. Überprüfe außerdem Kontrast, Alt-Texte und Lesereihenfolge gemäß den Richtlinien für barrierefreie Infografiken.

Tools und Arbeitsablauf: vom Entwurf bis zum Export

Wenn du dich fragst, wie man eine Infografik erstellt oder wie man Infografiken schnell und ansprechend gestaltet, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Vorlagenbasierte Tools wie Canva, Visme oder Venngage sind schnell und praktisch für Nicht-Designer. Achte auf einen einheitlichen Corporate Design-Stil und ein einheitliches Raster.
  • Professionelles Design in Adobe Illustrator bietet maximale Kontrolle über Stil, Farbe und Typografie. Ideal für markenbezogene Inhalte und Druckerzeugnisse.
  • Datenverknüpfungen, beispielsweise über Google Sheets in gängigen Tools, sorgen dafür, dass Diagramme stets auf dem neuesten Stand bleiben.

Workflow-Tipp: Arbeiten Sie in Etappen. Zuerst Struktur und Überschriften, dann Grafiken, anschließend Symbole und erst ganz zum Schluss die Feinabstimmung von Farben und Typografie. Legen Sie das Erscheinungsbild vorab mit einem Styleframe fest. Exportieren Sie für das Web als PNG oder JPG, für den Druck als PDF mit 300 dpi.

So erstellst du eine Infografik in Word

Word eignet sich nicht ideal für komplexe Grafiken, aber für eine einfache Infografik reicht es aus:

  1. Wähle eine leere A4-Seite aus und vergrößere die Ränder in den Seiteneinstellungen.
  2. Verwenden Sie „Einfügen“ – „Formen“ für Blöcke und Pfeile und „SmartArt“ für Schritte oder Abläufe.
  3. Füge über „Einfügen“ – „Diagramm“ Diagramme ein und füge deine Daten ein.
  4. Verwende Textfelder für Titel und Zahlen und stelle den Zeilenumbruch auf „Vor dem Text“ ein.
  5. Als PDF speichern, um eine saubere Ausgabe zu erhalten. Überprüfe die Auflösung, bevor du druckst.

Beschränken Sie sich auf 3 bis 5 Abschnitte und lassen Sie ausreichend Weißraum. Für Markenkonsistenz und komplexere Datenvisualisierungen ist ein Design-Tool oder die Beauftragung eines externen Dienstleisters besser geeignet.

Wobei KI hilft und wo nicht

  • Konkret: Zusammenfassung des Quellenmaterials, Umformulierung in übersichtliche Stichpunkte, Vorschläge für Titel und Gliederung, Erarbeitung alternativer Ideen für Symbole oder Illustrationen.
  • Nicht: Die Feinheiten der Markentypografie und einen einheitlichen Icon-Stil ohne menschliches Auge überwachen, komplexe Daten ohne Validierung korrekt darstellen.

Nutze KI als Co-Piloten für Text und Struktur, nicht als automatischen Design-Ersteller.

Schritt-für-Schritt-Anleitung, um noch heute loszulegen

  1. Formuliere deinen Kernsatz mit Ziel + Erkenntnis.
  2. Wählen Sie 3 bis 5 Datenpunkte aus, die dies belegen.
  3. Wähle die Art von Infografik, die zu deiner Geschichte passt.
  4. Entwerfen Sie ein Wireframe mit Überschriften, Grafiken und Handlungsaufforderungen.
  5. Lege die Grundlagen in deinem Tool fest: Raster, Farben, Typografie.
  6. Visualisieren Sie Daten mit bis zu zwei Diagrammtypen.
  7. Füge Symbole in einem einheitlichen Stil hinzu und beschrifte sie kurz.
  8. Passen Sie Kontrast, Ausrichtung, Ränder und Dateiformat an.
  9. Überprüfe die Seite auf dem Handy und am Desktop und lass sie von einem Kollegen begutachten.
  10. Veröffentlichen Sie Ihre Inhalte und messen Sie die Klick- und Lesezeit oder die Teilbarkeit.

Wann selbst machen und wann auslagern

Die Eigenproduktion eignet sich hervorragend für interne Kommunikation, Newsletter oder schnelle Social-Media-Beiträge mit geringem Aufwand. Eine Auslagerung lohnt sich, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen:

  • Hohe Markenwirkung oder breite externe Verbreitung
  • Komplexe Daten, die absolute Genauigkeit erfordern
  • Bedarf an einzigartigen Illustrationen, Icon-Sets und Animationen
  • Mehrsprachigkeit oder Übertragung in Videos und Präsentationen

Möchten Sie eine Infografik erstellen lassen? Wir beraten Sie gerne zu Vorgehensweise, Stil und Formaten.

Animation Agency maßgeschneiderte Infografiken, die markenkonsistent, datenrichtig und visuell unverwechselbar sind. Wir denken von der ersten Besprechung an mit, beziehen Ihr Team in jeden Schritt ein und liefern so lange, bis alles perfekt ist. In unserem Portfolio mit Infografik-Beispielen finden Sie Arbeiten für unter anderem VekaBest, NXTGEN Hightech, WatchTower Security Solutions und KRN. Neugierig, wie Ihre Geschichte in einem Bild Platz findet? Fordern Sie ein unverbindliches Angebot an.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Infografik und wie erstellt man sie?

Eine Infografik ist eine visuelle Zusammenfassung von Informationen mit Text, Symbolen und Grafiken. Beginnen Sie mit einem klaren Ziel und einer klaren Zielgruppe, wählen Sie den richtigen Typ (z. B. prozess- oder datengesteuert), strukturieren Sie Ihre Informationen in 3 bis 5 Blöcke und setzen Sie diese in visuelle Elemente mit klarer Hierarchie, begrenzter Farbpalette und passenden Grafiken um. Erstellen Sie zunächst eine grobe Skizze, entwerfen Sie dann schichtweise und exportieren Sie das Ergebnis für den vorgesehenen Kanal.

Wie erstellt man eine gute Infografik, die im Gedächtnis bleibt?

Konzentrieren Sie sich auf eine Kernbotschaft, untermauern Sie diese mit maximal fünf wichtigen Datenpunkten, verwenden Sie eine einheitliche Typografie und Farbcodierung und wählen Sie Grafiken, die Ihre Botschaft unterstreichen. Beschränken Sie den Text auf kurze Sätze, lassen Sie den Leerraum für sich wirken und prüfen Sie, ob Titel und Hauptzahlen innerhalb von drei Sekunden überflogen werden können. Schließen Sie mit einem klaren Aufruf zum Handeln ab, sofern dies relevant ist.

Wie erstellt man in Word eine Infografik, ohne dass das Ergebnis unübersichtlich wird?

Arbeite mit einem klaren Raster, maximal 2 Schriftarten und 3 Farben. Erstelle deine Inhalte mit SmartArt und Diagrammen, füge Textfeld-Überschriften ein und richte die Formen mithilfe von Ausrichtungshilfen exakt aus. Exportiere das Ergebnis als PDF. Für komplexere Grafiken oder markenspezifische Designs empfiehlt es sich, ein professionelles Tool zu verwenden oder die Arbeit auszulagern.

Kann KI eine Infografik erstellen?

KI kann dir dabei helfen, Inhalte zu strukturieren, Überschriften zu verfassen und Vorschläge für Symbole oder Layouts zu machen. Ein vollständiges, markenkonformes Design mit korrekten Grafiken und einheitlichem Stil erfordert jedoch menschliches Gespür für Design und Daten. Nutze KI als Beschleuniger, nicht als endgültigen Designer.

Kann ChatGPT eine Infografik erstellen?

ChatGPT erstellt keine visuellen Dateien, kann aber deinen Text optimieren, Informationen zusammenfassen und eine logische Gliederung oder einen Aufruf zum Handeln vorschlagen. Kombiniere ChatGPT mit einem Design-Tool, um das Ergebnis zu visualisieren, und lass einen Designer die Markenkonsistenz sicherstellen.

Was ist ein Beispiel für eine Infografik?

Beispiele hierfür sind ein 6-stufiger Onboarding-Prozess, ein A/B-Vergleich mit drei Kernkennzahlen, eine Zeitleiste mit Innovationsmeilensteinen oder eine KPI-Übersicht mit Soll- und Ist-Werten. In unserem Portfolio finden Sie Branchenbeispiele aus den Bereichen Hightech, Gesundheitswesen, Finanzwesen und Einzelhandel, die Daten und Storytelling effektiv miteinander verbinden.

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