Interaktivität vs. statisch: Was ist der Unterschied?
Eine statische Infografik fasst Informationen in einem Bild zusammen. Bei einer interaktiven Infografik können Sie selbst steuern, welche Informationen Sie wann sehen möchten. Das bietet weitere Vorteile, insbesondere bei umfangreichen oder sich ändernden Inhalten. Wenn Sie mehr über die animierte Variante erfahren möchten, lesen Sie Infografik-Animation: Was ist das?
- Navigation: Statisch: Ein Bild, linear — Interaktiv: Mehrere Ebenen, eigene Route.
- Tiefe: Statisch: Auf Kernpunkte beschränkt — Interaktiv: Aufklappen, filtern, Drilldown.
- Aktualität: Statisch: Fest, nicht dynamisch — Interaktiv: Kann mit Live-Daten verknüpft werden.
- Messen: Statisch: Kaum — Interaktiv: Klicks, Verweildauer, Pfade.
- Anwendung: Statisch: Poster, Social Media, Print — Interaktiv: Web, Intranet, Kampagnen, E-Learning.
So erstellen Sie eine interaktive Infografik
- Ziel und Zielgruppe festlegen: Welches Verhalten oder welche Erkenntnis möchten Sie erreichen, und bei wem?
- Storyline und Struktur: vom Überblick zu den Details. Arbeiten Sie in Modulen, damit Sie Umstellungen vornehmen können.
- Inhaltsverzeichnis: Sammeln Sie Daten, Texte, Definitionen und Quellenangaben. Überprüfen Sie die Datenqualität.
- Wireframes und Ablauf: Klickpfade, Zustände und Komponenten skizzieren. Denken Sie dabei an Zustände wie „leer“, „geladen“ und „gefiltert“.
- Design und Mikroanimationen: visuelle Hierarchie, Farbgebung und Lesereihenfolge. Techniken wie Motion Graphics unterstützen Übergänge und Fokus. Animationen unterstützen, lenken nicht ab.
- Prototyp und Tests: Testen Sie frühzeitig mit echten Nutzern, auch auf Mobilgeräten und mit Tastaturnavigation.
- Entwickeln und bereitstellen: Entwickeln Sie in HTML5, CSS und JavaScript oder mit einer geeigneten No-Code-Plattform. Richten Sie Tracking, Datenschutz und Leistung ein und planen Sie die Wartung.
Technik, Responsivität und Barrierefreiheit
Die meisten interaktiven Infografiken laufen im Browser. HTML5, CSS und JavaScript bieten maximale Freiheit für Animationen, Filter und Datenanzeigen. Entscheiden Sie sich für Mobile First, optimieren Sie die Ladezeit und sorgen Sie für klare Touch-Ziele. Die Barrierefreiheit folgt den WCAG-Prinzipien: semantische Überschriften, beschreibende Alt-Texte, ausreichender Farbkontrast, Fokus-Zustände und Tastatursteuerung. Stellen Sie komplexe Grafiken auch in Textform oder als Zusammenfassung bereit, damit jeder den Kern verstehen kann.
SEO-Wert und Messung
Interaktion verlängert oft die Verweildauer und senkt die Absprungrate. Für SEO ist es hilfreich, Ihre Inhalte semantisch mit Überschriften, beschreibenden Links und Alt-Texten aufzubauen. Fügen Sie unterstützenden Text rund um die Infografik hinzu, um Kontext und Indexierbarkeit zu gewährleisten. Integrieren Sie Analysen für Ereignisse wie Tab-Klicks, Filterverwendung und Scrolltiefe. Strukturierte Daten können relevant sein, wenn Sie beispielsweise FAQ- oder How-to-Elemente rund um die Infografik hinzufügen. Lesen Sie auch Animation und SEO für Best Practices und Beispiele.
Kosten und Durchlaufzeit
Die Kosten variieren je nach Komplexität: Anzahl der Bildschirme, Animationen, Datenverknüpfungen, Mehrsprachigkeit und Barrierefreiheitsanforderungen spielen eine Rolle. Ein einfaches Scrollytelling ohne Datenverknüpfung erfordert weniger Zeit als ein maßgeschneidertes Dashboard mit Filtern und Live-Daten. Rechnen Sie grob mit einigen Wochen für den Entwurf bis zum Prototyp und einigen zusätzlichen Wochen für die Erstellung, das Testen und die Fertigstellung der Inhalte. Ein klarer Umfang und kurze Feedbackrunden verkürzen die Durchlaufzeit.